Zukunft

© HKW, Keri Facer

Schließen Sie für einen Moment die Augen und versetzen Sie sich in das Jahr 2037. Und? Geraten Sie in Panik oder haben Sie noch Hoffnung? Falls es Sie beruhigt: sicher ist nur, dass 2037 kommen wird. Alles andere sind Prognosen und keine davon ist alternativlos. Die Zukunft ist ein inspirierender weißer Fleck, den es zu gestalten gilt.

Unter dem Schlagwort Zukunft geht es um Visionen und Utopien. Auch mit Blick in die Vergangenheit. So entwerfen Schüler*innen ihre Vorstellung einer Schule von morgen entlang des 1915 publizierten Klassikers der Reformschulpädagogik Schools of To-Morrow, oder sie inspirieren sich an der Utopiensammlung des Whole Earth Catalog. Der beflügelte in den 1960er Jahren bereits Hippies und Technikaffine – übrigens ganz in der Nachbarschaft des späteren Silicon Valley.

Vor einem schwarzen Hintergrund sind die verschwommenen Umrisse von vier Menschen zu sehen. Alle Personen tragen einen weißen Ganzkörperanzug. Eine Person trägt auch die Kapuze des Anzugs auf dem Kopf. Ebenfalls zu sehen sind zwei fast menschengroße Skulpturen. Sie haben die Form von Robotern. Die Skulpturen wurden wahrscheinlich aus Pappe hergestellt. Die Roboter sind silberfarben und bronzefarben.

© HKW, Die Bibliothekare

Die Zukunft, die gestern war oder morgen sein könnte – hier dreht sich alles um Inspiration: Ergänzt von Talks und Interventionen führen Workshops durch virtuelle und physische Räume. Wunschproduktionen werden angestrengt, Computer auseinandergebaut. Oder Smartphones werden zur Abwechslung mal zur körperlichen Ent- statt Verspannung genutzt, wie es die #HotPhone-Massage vorschlägt. Dabei verbinden sich digitales Lernen, kulturhistorische Recherchen und künstlerische Praktiken zu einem kollektiven Ertasten dieses weißen Fleckens namens Zukunft. Ausgang ungewiss, Inspiration garantiert.

Hier finden Sie weiterführendes Material zum Thema. Übersetzungen englischer Originalversionen ins Deutsche sind gesondert unter (dt.) verlinkt.

Gedanken zu einer Schule der Zukunft(dt) von Keri Facer, mit Blick auf neue Lernparadigmen (dt) von Mizuko Ito, zu Politics of Hope, Politik der Hoffnung (dt) von Arjun Appadurai, mit einem Kommentar von Carmen Mörsch (2017).

Allgemeine Einblicke in die Zusammenarbeit mit Schulen finden sich in Future Schools und in den Projektreihen Schools of Tomorrow 1 & 2 (2017/18) und Schools of Tomorrow 3 (2021) sowie Schools of Sustainability (2021) und Dear Future ... (2021). Ergänzend dazu die Forschungsprogramme New Alphabet School (seit 2019), Anthropocene Curriculum (seit 2018) und Cultures d’Avenir (2021/2022).

Zum Weiterlesen

Eine Praxishandreichung für Lehrende, das Schüler:innen-Manifest und die Publikation Schools of Tomorrow (2017); eine Enzyklopädie der Begriffe rund um das Anthropozän-Projekt sowie die Publikationsreihe Das Neue Alphabet (2021/2022).